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    <title>Fernsehprotokolle - ein Projekt von Ray Kinomagazin und Fabian Burstein (Rubrik:Fernseh-Protokolle)</title>
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    <dc:publisher>Sierra</dc:publisher>
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    <title>Fernsehprotokolle - ein Projekt von Ray Kinomagazin und Fabian Burstein</title>
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  <item rdf:about="http://raykinomagazin.twoday.net/stories/1013386/">
    <title>Protokoll Nr. 4:</title> 
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    <description>&lt;H1&gt;&amp;#8222;Rapid ist ab morgen gelb mit roten Punkterln &lt;br /&gt;
und hei&amp;szlig;t SK Milky Way.&amp;#8220;&lt;/H1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/raykinomagazin/images/artikel.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Fabian Burstein sieht fern. Auf der Couch zu Gast: Rudolf Edlinger&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;I&amp;#8217;m just a lonely boy.&amp;#8220; Sechs Wochen ohne Judith. Da lebt man sogar mit der Sozialporno-Reihe LIEBESG&amp;#8217;SCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN mit. Einziger Lichtblick: Die sch&amp;ouml;nste Nebensache der Welt &amp;#8211; das hemmungslose Fu&amp;szlig;ballschauen. Was f&amp;uuml;r ein Gl&amp;uuml;ck also, dass die Bundesliga gerade in eine neue Saison gestartet ist und sich einer ihrer charismatischsten Protagonisten zu einem zweisamen TV-Nachmittag bereit erkl&amp;auml;rt hat.  &lt;br /&gt;
Freitag, 22. Juli 2005. Was Rudolf Edlinger und mich zusammenf&amp;uuml;hrt, hat nichts mit Politik zu tun. Vielmehr wollen der Rapid-Pr&amp;auml;sident und ich einer cineastischen Heldenverehrung mit Fu&amp;szlig;ball-Affinit&amp;auml;t fr&amp;ouml;nen. DAS WUNDER VON BERN steht auf dem Programm. Der Besprechungsraum eines Nobelhotels dient als w&amp;uuml;rdiger Rahmen. Dort findet man die Bereitstellung eines Video-Rekorders ziemlich witzig (&amp;#8222;Ich wei&amp;szlig; nicht, ob wir so was &amp;uuml;berhaupt noch haben&amp;#8220;), ansonsten ist das Service einwandfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VHS, das bedeutet aber nicht nur bel&amp;auml;chelt werden, sondern auch zig Filmfragmente in der Vorschau zu bestaunen. Rudolf Edlinger nutzt die Gelegenheit f&amp;uuml;r einen Exkurs: &amp;#8222;Eine &amp;ouml;ffentliche Vorf&amp;uuml;hrung sind wir nicht. Ab vier w&amp;auml;ren wir &amp;ouml;ffentlich. Wenn Sie also zwei Leuten schreiben, der Edlinger ist ein Gewaltverbrecher, dann ist das strafbar, weil sie es &amp;ouml;ffentlich getan haben. Wenn Sie das nur einem schreiben, kann ich Sie gar nicht klagen.&amp;#8220; Schluck. Doch die Rechtsbelehrung ist blo&amp;szlig; der Auftakt zu einer typischen Edlinger-Anekdote. &amp;#8222;Ich hatte mal eine Auseinandersetzung mit einem wirklich reaktion&amp;auml;ren Chefredakteur der Presse. In einem Interview wurde ich darauf angesprochen und da hab&amp;#8217; ich gesagt: &amp;#8218;Man h&amp;ouml;rt ohnehin, der sei angeblich ein Arschloch.&amp;#8217; Er hat mich geklagt.&amp;#8220; Erfolglos. Rudolf Edlinger l&amp;auml;chelt zufrieden. Noch immer kein Hauptfilm. &amp;#8222;Ich hab gelesen, Steffen Hofmann h&amp;auml;tte bei Salzburg unterschrieben&amp;#8220;, gebe ich mich keck. Ein gutes Stichwort. Denn Red Bull und Magna geh&amp;ouml;ren nicht zu den Lieblingen des Rapid-Pr&amp;auml;sidenten. &amp;#8222;Stellen Sie sich vor, ich sag: Rapid ist ab morgen gelb mit roten Punkterln und hei&amp;szlig;t SK Milky Way. Ich glaub, da erschl&amp;auml;gt mich einer.&amp;#8220; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich ist es soweit. DAS WUNDER VON BERN beginnt. Ich merke schnell, dass Plauschen ab nun nicht mehr oberste Priorit&amp;auml;t hat &amp;#8211; Rudolf Edlinger m&amp;ouml;chte lieber zuschauen. Einerseits weil, &amp;#8222;verschiedene Handlungen sch&amp;ouml;n zu einem Ganzen zusammengef&amp;uuml;gt sind&amp;#8220;, andererseits, weil er diese &amp;#8222;schwere Zeit&amp;#8220; selbst miterlebt hat. Als die deutsche Mannschaft den Weltmeisterpokal entgegen nimmt, frage ich nach dem Gef&amp;uuml;hl, vor 48.000 Menschen eine Troph&amp;auml;e in den H&amp;auml;nden zu halten. &amp;#8222;Als h&amp;auml;tte man selber gewonnen. Der Sieg hat viele V&amp;auml;ter.&amp;#8220; Nachsatz: &amp;#8222;Ich habe den Verein als Neunter &amp;uuml;bernommen. Da bin ich mir oft sehr einsam vorgekommen.&amp;#8220; Ich verstehe. Andererseits: Was sind schon sechs Wochen Lonely Boy-Dasein gegen 3 Fu&amp;szlig;ball-Saisonen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt; Diese Kolumne bildet die Basis f&amp;uuml;r Live-Protokolle, die Fabian Burstein mit Rudolf Edlinger am 15. September um 20.15 Uhr im Wiener Rhiz aufzeichnen wird. Eintritt frei.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;erschienen im September 2005&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Fabian Burstein</dc:creator>
    <dc:subject>Fernseh-Protokolle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fabian Burstein</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-28T12:58:51Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://raykinomagazin.twoday.net/stories/760345/">
    <title>Protokoll Nr. 3:</title> 
    <link>http://raykinomagazin.twoday.net/stories/760345/</link>
    <description>&lt;H1&gt;&amp;#8222;Von Provinz-Muskelprotzen und Musikantenstadl-Frisuren&amp;#8220;&lt;/H1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/raykinomagazin/images/img_0592.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Fabian Burstein sieht fern. Auf der Couch zu Gast: Clarissa Stadler&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es um anekdotische Erz&amp;auml;hlungen aus dem st&amp;auml;dtischen Alltag geht, beschr&amp;auml;nkt sich Clarissa Stadlers Erfahrungsschatz nicht blo&amp;szlig; auf die schriftstellerische Gestaltung ihrer Romanfigur N.: &amp;#8222;Heute hat mir im Supermarkt ein Typ mit Alkohol-Fahne und kaputtem Daumen einen Kaugummi unter die Nase gehalten, weil er wissen wollte, ob der gut riecht.&amp;#8220; Thema Menschen-Erlebnisse. Eine gute Gelegenheit, endlich mal meine phobischen Zust&amp;auml;nde im Verr&amp;uuml;ckten-Transporter U6 zu outen. Ich sto&amp;szlig;e auf  Verst&amp;auml;ndnis. Das tut gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 13. Mai 2005. Was Clarissa Stadler und mich zusammenf&amp;uuml;hrt sind keine therapeutischen Interventionen sondern zwei &amp;#8222;Erfolgs-Formate&amp;#8220;. Sex and the City und Desperate Housewives. Schicker Manhatten Lifestyle trifft auf biederes Vorstadt Idyll, Ex-Kult auf TV-Hoffnung. Bevor wir loslegen, gilt es pers&amp;ouml;nliche Pr&amp;auml;ferenzen bez&amp;uuml;glich der SATC-Protagonistinnen zu kl&amp;auml;ren. Clarissa Stadler findet &amp;#8222;die spie&amp;szlig;ige Galleristin am authentischsten. Aber das verstehen die wenigsten.&amp;#8220; Ich auch nicht &amp;#8211; schlie&amp;szlig;lich geht nichts &amp;uuml;ber die ausgefallene Sch&amp;ouml;nheit Miranda. In einem sind wir uns einig: Carry ist null sexy. Und die M&amp;auml;nner? Ich finde Mr. Big doch sehr attraktiv, sto&amp;szlig;e mit dieser Einsch&amp;auml;tzung aber auf Widerstand. &amp;#8222;In der Serie verbreitet er schon Glamour, aber als Schauspieler ist er derbe und ern&amp;uuml;chternd. Ich habe eher auf den Russen gesetzt.&amp;#8220; W&amp;auml;hrend ich mir sukzessive wie ein schwuler bester Freund vorkomme, nimmt die Handlung ihren gewohnten Lauf. Cocktail-Parties, Sex-Gespr&amp;auml;che, Single-Probleme &amp;#8211; trivial hin oder her, interessant ist es auf jeden Fall. Das sieht auch Clarissa Stadler so: &amp;#8222;M&amp;auml;nner wissen nicht wie Frauen funktionieren und umgekehrt. Das war die einzige Serie, wo jede Folge Nachhilfe gegeben wurde.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Desperate Housewives sieht die Sache ein bisschen anders aus. Die Lieblingsserie von Laura Bush will uns nicht so recht packen. Das scheitert schon an den M&amp;auml;nnern. &amp;#8222;Das sind so Provinz-Muskelprotze mit Musikantenstadl-Frisuren und John Boy-Schm&amp;auml;h.&amp;#8220; Auch der medial beschworene Zynismus der Serie kann einfach nicht punkten. &amp;#8222;Der Habitus ist so altmodisch, als ob es bei der Blauen Lagune in der Shopping City gedreht worden w&amp;auml;re. Alles ist Fertigteil. Die H&amp;auml;user, die Innen-Einrichtung, die Vorg&amp;auml;rten, die Figuren. Selbst die Kinder sind Fertigteil. Da bedarf es schon der Ironie einer Frau Bush.&amp;#8220; Unsere Aufmerksamkeit richtet sich fortan auf die Werbeunterbrechungen. Das M&amp;uuml;ller Milch-M&amp;auml;nnchen l&amp;ouml;st bei Clarissa Stadler wahre Begeisterungsst&amp;uuml;rme aus. &amp;#8222;Ich liebe solche Figuren.&amp;#8220; Zeit f&amp;uuml;r mein zweites Gest&amp;auml;ndnis: Ich steh&amp;#8217; auf den Charmin&amp;#8217; B&amp;auml;ren. &amp;#8222;Das ist ein typisch m&amp;auml;nnliches Ph&amp;auml;nomen. Da geht&amp;#8217;s um die Illusion, dass etwas rein wird ohne dass man sich schmutzig macht.&amp;#8220; Ich widerspreche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Diese Kolumne bildet die Basis f&amp;uuml;r Live-Protokolle, die Fabian Burstein mit Clarissa Stadler am 16. Juni um 20.15 Uhr im Wiener Rhiz aufzeichnen wird. Eintritt frei.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;erschienen im Juni 2005&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Fabian Burstein</dc:creator>
    <dc:subject>Fernseh-Protokolle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fabian Burstein</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-13T13:02:17Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://raykinomagazin.twoday.net/stories/723419/">
    <title>Protokoll Nr. 2:</title> 
    <link>http://raykinomagazin.twoday.net/stories/723419/</link>
    <description>&lt;H1&gt;&amp;#8222;Der Mensch ist stolz darauf, ein Prolet zu sein&amp;#8220;&lt;/H1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/raykinomagazin/images/sebastian.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Fabian Burstein sieht fern. Auf der Couch zu Gast: Sebastian Brauneis&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik-Fernsehen ist tot, es lebe das &amp;#8222;Vollprogramm&amp;#8220;. Der erste Schritt zur ganzheitlichen Celebrity-H&amp;ouml;lle: S&amp;auml;mtliche Sternchen entledigen sich ihrer Musiker-Identit&amp;auml;t und &amp;uuml;bersiedeln in Doku-Soaps. Schade nur, dass die Star-Banalit&amp;auml;t mit Villen, Pools und Luxusschlitten noch immer recht glamour&amp;ouml;s durch die Bildr&amp;ouml;hre kommt &amp;#8211; daran kann auch der in &amp;#8222;Newly Weds&amp;#8220; propagierte Stuhlgang von Jessica Simpson inklusive &amp;#8222;stinky ass&amp;#8220; nichts &amp;auml;ndern. Wie also soviel Perfektion zeigen, ohne die pubert&amp;auml;tsgebeutelten Seher permanent zu frustrieren?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 14. April. 20 Uhr. Richard hat sich in die H&amp;auml;nde von Made begeben, um &amp;#8222;die hohe Kunst des Flirtens zu lernen&amp;#8220;. Schlie&amp;szlig;lich m&amp;ouml;chte er trotz seiner 150kg ein richtig &amp;#8222;scharfer Typ&amp;#8220; sein. Es geht um Sch&amp;ouml;nheit, Auftreten, gro&amp;szlig;e Gef&amp;uuml;hle. Ein klarer Fall f&amp;uuml;r Reality TV &amp;#8211; und Sebastian Brauneis. Der stilsichere DJ, Regisseur und Label-Boss kann der Vorstellung, einer Stunde Made zu fr&amp;ouml;nen, nur wenig abgewinnen. &amp;#8222;Das ist so ein gest&amp;ouml;rtes Konzept, eine weitere Ausformung von diesem schwachsinnigen Elite Uni-Schei&amp;szlig; und dem ganzen Fitnessvideo-Dreck&amp;#8220;, lautet sein erstes Res&amp;uuml;mee nach 30 Sekunden Trailer. Gepaart mit einer ordentlichen Portion Sozial-Pornographie ergibt das eine TV-Mischung, die selbst Elisabeth Spira erblassen l&amp;auml;sst. Wir erfahren, dass Richard die Speisekarten aller Fast Food-Ketten in- und auswendig kennt und gerne auch mal rauf und runter futtert. Ein &amp;#8222;Personal Coach&amp;#8220; mit dem fressaffinen Namen Heather MacDonald soll Abhilfe schaffen. Unterst&amp;uuml;tzt wird sie von einem Dicken-Camp, das bei seiner Einheitskleidung auf orangefarbenes Guantanamo-chic setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Was der Dicke da durchleidet ist ein mediales Rollen-Modell. Dasselbe wie bei Pimp my Ride. Danke MTV, dass du mein Auto aufgemotzt hast, jetzt bin ich endlich wer.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Ist das nicht der amerikanische Traum?&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Nat&amp;uuml;rlich, aber die degenerierte Variante. Der amerikanische Traum ist ja Selfmade. Hier wird man gemacht.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
So gesehen ist Made ja ein richtig ironischer Name.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wir sollten da nicht zu philosophisch werden. Das ist einfach nur ein White Trash-Schei&amp;szlig;dreck aus einer Vorstadt zwischen Nord-Chicago und S&amp;uuml;d LA.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wieder wahr. Entscheidend ist: Bei Made geht&amp;#8217;s z&amp;uuml;gig voran. In null Komma nichts wird abgenommen, am Camp-Lagerfeuer gek&amp;uuml;sst und kurz darauf wieder Schluss gemacht. &lt;br /&gt;
Gut so. Denn zu Hause wartet die tolle Nina, bei der Richard endlich landen will. Eine David Beckham-Vokuhila mit blauen Str&amp;auml;hnchen soll Amors Pfeil treffsicher machen. &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Und warum muss er jetzt am Ende ausschauen wie ein verdammtes Arschloch.&amp;#8220; Sebastian Brauneis&amp;#8217; Skepsis best&amp;auml;tigt sich bei einem Glas Wein, das Nina demonstrativ nicht schmeckt.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wieder so ein Faszinosum dieser Formate. Die Menschen dort sind stolz darauf, Proleten zu sein. Anstatt zu sagen&amp;#8218;das schmeckt mir nicht&amp;#8217; kotzt man sich fast an.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Sebastian Brauneis&amp;#8217; pessimistische Conclusio:  &amp;#8222;Zeitverschwendung. Dieses gnadenlose en passant beim Fernsehen t&amp;ouml;tet jeglichen Respekt. Es braucht anscheinend die Kino-Haltung, bei der ich die M&amp;uuml;he des Weges bewusst auf mich nehme. Wie bei Kunstwerken.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Diese Kolumne bildet die Basis f&amp;uuml;r Live-Protokolle, die Fabian Burstein mit Sebastian Brauneis am 19. Mai um 20.15 Uhr im Wiener Rhiz aufzeichnen wird. Eintritt frei.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;erschienen im Mai 2005&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Fabian Burstein</dc:creator>
    <dc:subject>Fernseh-Protokolle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fabian Burstein</dc:rights>
    <dc:date>2005-05-27T18:03:57Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://raykinomagazin.twoday.net/stories/696743/">
    <title>Protokoll Nr. I:</title> 
    <link>http://raykinomagazin.twoday.net/stories/696743/</link>
    <description>&lt;H1&gt;&amp;#8222;Der Porno l&amp;auml;uft auf Viva, die Hand in der Hose haben wir&quot;&lt;/H1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/raykinomagazin/images/fred schreiber.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Fabian Burstein sieht fern. Auf der Couch zu Gast: Fred Schreiber&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Eindruck: &amp;#8222;Das Grabtuch von Turin&amp;#8220;. Wenn der Ex-&amp;#8222;King of Pop&amp;#8220; &amp;ouml;ffentlich wie die historische Ausgrabung seiner eigenen Grabreliquien aussieht, dann ist es wieder soweit: Michael Jackson steht vor Gericht.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wir sind ja nicht zum Spa&amp;szlig; hier, wir sind hier um zu feiern.&amp;#8220; So oder so &amp;auml;hnlich hat &amp;#8222;Pop-Autor&amp;#8220; Benjamin von Stuckrad Barre das Ph&amp;auml;nomen des ausufernden &amp;#8222;Spa&amp;szlig;habens&amp;#8220; ohne echten Spa&amp;szlig; auf den Punkt gebracht. Ziemlich treffend. Denn was Fred Schreiber und mich an diesem Sonntag, den 13. M&amp;auml;rz, zusammenf&amp;uuml;hrt, hat wenig mit Am&amp;uuml;sement zu tun. Wir sind ja schlie&amp;szlig;lich nicht zur Unterhaltung hier, wir sind hier um zu fernsehen. Auf dem Programm steht JACKO. DER PROZESS. Eine beinharte Geschichte. Vor allem wenn zeitgleich das Wiener Derby steigt und obendrein eine lange Nacht in der Fluc Mensa erfolgreich absolviert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste unangenehme &amp;Uuml;berraschung l&amp;auml;sst nicht lange auf sich warten. Vom echten Prozess keine Rede &amp;#8211; Schauspieler stellen alles &amp;#8222;originalgetreu&amp;#8220; nach. &amp;#8222;Erinnert jetzt irgendwie an diese Gerichtssendungen von Sat 1&amp;#8220;, l&amp;auml;sst Herr Schreiber seinen Gef&amp;uuml;hlen freien Lauf. Eigentlich schon der Todessto&amp;szlig;. Aber f&amp;uuml;r eine &amp;Uuml;bersiedlung zur Premiere-&amp;Uuml;bertragung ins Caf&amp;eacute; Hummel ist es doch noch zu fr&amp;uuml;h.&lt;br /&gt;
Das erste Gepl&amp;auml;nkel &amp;uuml;berstehen wir souver&amp;auml;n. Wir finden sogar Zeit, die lyrische Metapher &amp;#8222;Saft von Jesus&amp;#8220; f&amp;uuml;r guten Rotwein zu verinnerlichen. Das wird sicher der Heuler auf der n&amp;auml;chsten Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Was waren das f&amp;uuml;r Hefte? Er trug einen Pyjama! R&amp;uuml;ckenschmerzen und ungek&amp;auml;mmt? Umsonst in Neverland wohnen... Er sagte Dudukopf zu uns! Sprite-Dose mit rotem Rand? Einspruch stattgegeben. Wo war Michael als sie sich den Playboy...&amp;#8220; lautet Fred Schreibers Zwischenres&amp;uuml;mee nach einer skurrilen, ersten Fernsehprozess-Halbzeit.&lt;br /&gt;
Richtig prickelnd wird&amp;#8217;s dann bei Michael Jacksons Schaufensterpuppe, die auch als Bettgespielin fungierte. &amp;#8222;Eine minderj&amp;auml;hrige Schaufensterpuppe&amp;#8220;, pr&amp;auml;zisiert der Staatsanwalt und schafft mit dieser feinsinnigen Differenzierung geh&amp;ouml;riges Skandalpotenzial f&amp;uuml;r heimische Unterw&amp;auml;sche-Legenden. Wenig begeistert werden auch die Herausgeber amerikanischer Soft Porno-Magazine sein. &amp;#8222;Ein Schluck Milch gef&amp;auml;llig?&amp;#8220;, soll Michael Jackson beim Anblick eines blanken Busen gehaucht haben. &amp;Ouml;dipal halbwegs gefestigte Nacktfoto-Konsumenten wird das wohl weniger ant&amp;ouml;rnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Schreibers Conclusio: &amp;#8222;Das ist zu verr&amp;uuml;ckt, als dass es nicht wahr w&amp;auml;re.&amp;#8220; Wir glauben den Kl&amp;auml;gern also. Offen bleibt jedoch: Ist der Darsteller von Richter Rodney Melville wirklich jener Schauspieler, der auch den despotischen Alt-Primaten im &lt;br /&gt;
Remake von &amp;#8222;Planet der Affen&amp;#8220; mimte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Diese Kolumne bildet die Basis f&amp;uuml;r Live-Protokolle, die Fabian Burstein mit Fred Schreiber am 21. April um 20.15 Uhr im &lt;br /&gt;
Wiener Rhiz aufzeichnen wird. Eintritt frei.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;erschienen im April 2005&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Fabian Burstein</dc:creator>
    <dc:subject>Fernseh-Protokolle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fabian Burstein</dc:rights>
    <dc:date>2005-05-17T11:21:28Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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